Eine aktuelle Studie der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft SWS zeigt, dass 40 Prozent der Österreicher eine Gefahr im „radikalen Islamismus“ sehen. Bei der Präsentation des aktuellen „Demokratiemonitoring“ führten die Studienverfasser an, dass 48 Prozent jedoch keine unmittelbare Bedrohung sehen. Die Umfragen seien vor den Anschlägen von Paris durchgeführt worden. SWS-Geschäftsführer Marc Bittner verweist darauf, dass die Ereignisse in Frankreich zu einem weiteren Anstieg der Angst führen könnten.

39 Prozent der Befragten sehen eine „eher schlechte“ oder „ganz schlechte“ Integrationsbereitschaft. Mehr als die Hälfte sieht dabei das Kopftuch explizit als größte Hürde. Hautfarbe und islamisches Religionsbekenntnis seien hingegen nur für einen sehr geringen Teil ein Problem. In einer weiteren Frage stellten sich 56 Prozent gegen die Meinung, dass der Islam eine positive Rolle für die österreichische Gesellschaft darstelle. Kurt Scholz, Vorsitzender des Zukunftsfonds, erklärte sich diese Aussagen mit dem Fehlen von positiven Rollenträgern in der Öffentlichkeit.