KISMET Online - Das muslimische Lifestyle-Magazin

Kurz vor dem dritten Jahrestag der ägyptischen Revolution, setzt die Militärregierung ihren Kampf gegen die Opposition fort. Neben einer weiteren Verhaftungswelle gegen Anhänger der Muslimbruderschaft, rücken immer mehr säkulare Gegner in das Visier der vom Militär eingesetzten Übergangsregierung.

Der renommierte Universitätsprofessor Emad Shahin muss sich gegen Vorwürfe wehren, wonach er ausländische Kräfte unterstützte und Ägyptens Sicherheit bedrohe. Der als „Grande Espionage“ bekannt gewordene Fall richtet sich auch an den vom Militär abgesetzten Präsidenten Muhammed Mursi. Bereits zuvor ist ein Verfahren gegen den Politikwissenschaftler Amr Hamzawy wegen Beleidigung der Justiz eröffnet worden.

In einer ersten Stellungnahme des sich nicht in Ägypten befindlichen Shahin, dementiert er die Vorwürfe. Das Strafverfahren sei „politisch motiviert“ und völlig „aus der Luft gegriffen“. Zahlreiche internationale Kollegen, wie der an der George Washington Universität lehrende Nathan J. Brown, bezeichneten die Anschuldigungen als „lachhaft und absurd“.

Zu den Arbeitgebern von Shahin gehören Harvard, Notre Dame und die American University Kairo. Shahin und Hamzawy haben mehrmals den Militärputsch und dessen Auswirkungen öffentlich verurteilt.

(Bild: Alhamra) Die Welt durch Kinderaugen sehen: Der österreichische Nachwuchsautor Adis Serifovic nahm es sich besonders zu Herzen und verfasste mit seinem Erstwerk eine Botschaft der Verständigung. Die kunterbunte Welt von Elif und Clara führt die beiden Freundinnen durch zahlreiche Abenteuer.

Das im Alhamra Verlag erschienene Kinderbuch „Abenteuer von Elif & Clara: Der geheime Schlüssel“ richtet sich an Kinder im Alter von 8 bis 10 und erschafft eine kunterbunte neue Welt. Auf der Suche nach dem „Schlüssel der Integration“ lernen sich die Akteurinnen besser kennen und erkennen die vielen Gemeinsamkeiten. Die Unterschiede treten in den Hintergrund und es entsteht eine tiefe Freundschaft.

Das Buch zeichnet sich durch seinen Wortwitz und die Liebe zum Detail aus. Ein spannendes Plädoyer für mehr Miteinander, das auch für interessierte Erwachsene zu empfehlen ist. Das Buch „Abenteuer von Elif & Clara: Der geheime Schlüssel“ ist im Alhamra Verlag erschienen und ist für 9,90 EUR erhältlich.

(Bild: Courtesy of Noujaim Films) Eigentlich ist es keine wirkliche Überraschung: Der Dokumentarfilm “The Square” steht auf der ersten Anwärterliste des Oscar-Filmpreis. Am 16. Januar 2014 stehen die fünf offiziellen Nominierungen fest. Regisseurin Jehane Noujaim könnte sich somit auf einen weiteren renommierten Filmpreis freuen.

Obwohl eine Nominierung bereits ein großer Erfolg ist, wäre der Erfolg bei der wichtigsten Auszeichnung in der Unterhaltungsbranche keine Sensation. „The Square“ hat bereits prestigeprächtige Preise beim Sundance Film Festival und dem Toronto International Film Festival erhalten.

Der Film erzählt die bewegende Geschichte junger Menschen, die im Januar 2011 für die Freiheit Ägyptens auf die Straße gingen. Während die einen dabei mit ihrem Leben bezahlten, feierten Millionen anderer nach der erfolgreichen Revolution ein neues Ägypten. Die Doku ist ein überaus emotionales und zugleich inspirierendes Drama.

Die Oscar-Verleihung findet am 2. März 2014 im Dolby Theatre in Hollywood, Kalifornien statt. Die Veranstaltung wird in mehr als 225 Länder live übertragen.

Ramadankalender, Feiern mit den Kindern oder das Einschlafverhalten nach dem Vorbild des Propheten Mohammed (sas): Die Website grünebanane.de bietet seit zwei Jahren wertvolle und umfassende pädagogische Tipps aus dem Blickwinkel muslimischer Eltern.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Bastelanleitungen und Spieleempfehlungen. Mitmachen kann jeder und jede nach einer kurzen Registrierung. Bereits über 3.000 Familien sind Teil der Online-Community. Auf Facebook lassen sich gar mehr als 7.000 Fans inspirieren.

Die ehrenamtliche Familienplattform ist ein Projekt der karitativen Einrichtung „Muslime helfen“. Als Zielgruppe werden Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren angegeben. Alle Informationen sind zudem kostenlos einsehbar.

Mit dem Onlineshop Zafir bereichert ein weiteres Label den Markt für islamische Mode. Die in Österreich ansässige Boutique verkauft unterschiedliche Produkte vorerst nur auf ihrer Website, versendet aber weltweit.

Neben einer breiten und vor allem farbigen Auswahl an Kopf- und Untertücher, überzeugt ein ausgewähltes Sortiment an Magneten, die eine hilfreiche und modische Alternative zu Nadeln darstellen. Eine feine Auswahl an Modeschmuck, der durch orientalisches Design besticht, rundet das noch kleine Angebot ab.

Mit seinem neuesten Track „War’s das Wert?“ meldet sich der deutschsprachige Rapper Sayfoudin eindrucksvoll zurück. Gemeinsam mit dem erfolgreichen Producer Efe und dem Schweizer DJ-Steel gelang dem Song ein tolles Feature im deutschen iTunes-Store. KISMET Online sprach mit dem Musiker über seinen aktuellen Erfolg, religiöse Trends im Hip Hop und ambitionierte Zukunftspläne.

KISMET Online: War’s das Wert? schafft es innerhalb weniger Tage auf die Startseite des deutsches iTunes-Stores. Wie groß ist die Überraschung?
Sayfoudin: Wie soll ich es beschreiben: Das Glücksgefühl hielt drei Tage an. Das hat man an meinem Grinsen über beide Ohren gesehen. Es ist so, dass ich größtenteils alles selbst plane, organisiere und finanziere. Das Gefühl, dass meine Arbeit von meinen Geschwistern und durch das Promoten von iTunes jetzt auch vom Mainstream anerkannt wird, hat mich motiviert meine künstlerische Arbeit weiter zu verfolgen. Alhamdullilah, ich bin sehr dankbar! Dankbar für jeden, der sich Zeit nimmt, die Songs zu hören.

Wie war die Zusammenarbeit mit den beiden Musikgrößen Efe und DJ-Steel?
Es war unkompliziert und sehr professionell. Ich habe den Beat vorbereitet und dann mit Efe an der Produktion gearbeitet. Efe kenne ich schon sehr lange und wir haben in den 90iger Jahren schon Projekte gemacht. Er gehört zu den Musikern, vor denen ich meinen Hut ziehe, weil er die Musik fühlt und mit Herz an die Sache rangeht. DJ Steel habe ich in der Schweiz bei einem gemeinsamen Konzert kennen gelernt und war sofort von seinen Cuts begeistert, weil er einen “Hammer flow” hat. Doch einen Künstler muss ich hier noch erwähnen, der kaum namentlich erwähnt wird. Mein langjähriger Bruder Iman. Mein 114mhz Partner mischt und mastert alle meine Songs und erneut grandiose Arbeit geleistet.

Du rechnest in diesem Song ziemlich hart mit deiner Vergangenheit ab. War es letztlich der Herzinfarkt deiner Mutter, der dich zum Umdenken brachte?
Ich habe mir schon vorher Gedanken über mein Leben gemacht und ich hatte mich wieder mit meinem Glauben beschäftigt. Auch meine Zukunftsperspektive thematisierte ich, doch wie es nun mal ist, wenn man in einem Strudel festsitzt; ich bin nicht wirklich raus gekommen, um etwas anzupacken und zu verändern. Doch als meine Mutter einen Herzinfarkt hatte, war es ein Schock! Es hört sich hart an, doch genau den hab ich gebraucht! Es war nicht so, dass ich von heute auf morgen erfolgreich war, es gab sehr viele Niederlagen im Kampf gegen alte Gewohnheiten, doch Alhamdullilah; die Erkenntnis, dass man was ändern muss, ist schon der Gewinn im Kampf.

Dein neuer Song spricht eindeutig eine neue Zielgruppe an. Was darf man von einem neuen Sayfoudin-Album erwarten?
Ja, das stimmt! Doch ich werde in sha Allah in meinem Album nicht nur „ Hip Hop typische” Inhalte bringen, sondern auch politisch und ethische Themen ansprechen. Selbstverständlich gibt es auch islamische Inhalten. Es gibt so viele, die gar nicht wissen, dass es „Muslim Hip Hop“ gibt und wenn ich es schaffe, etwas im Mainstream zu platzieren, was islamisch geprägte Grundzüge etabliert, dann habe ich mein Ziel im Rahmen meiner Musik erreicht. Denn wenn jemand recherchiert und beispielsweise meinen Song „Du bist“ hört, welcher ihn vielleicht zu dem Weg Allahs führt oder ihn darin stärkt, sich nur Gedanken darüber zu machen, so stimmt mich dies sehr zufrieden und glücklich.

Gibt es bereits ein Release-Datum eines möglichen neuen Albums?
Nun ja, ich würde gerne ein Datum nennen, doch ich will sicher sein, dass alles so ist, wie ich es mir vorstelle. Dies bezieht sich auch auf Infotexte, Homepage, Songs und ähnliches. Wie schon gesagt, ich plane alles selbst und das dauert. Eins ist aber sicher: Nach Ramadan 2013, in sha Allah. Am besten immer mal auf meine Facebook-Fanpage gehen, da poste ich öfters was zum aktuellen Status.

Alpa Gun mit „Verbotene Liebe 2“, Bushido in diversen YouTube-Videos. Deutsche Rapper geben in letzter Zeit ziemlich religiöse Töne von sich. Ist das nur PR oder siehst du hier einen allgemeinen Szene-Trend?
Das ist schwer zu beantworten, denn ich kenne deren Absichten nicht. Doch deren Wurzeln sind im Islam und ich glaube, manchmal besinnt sich der eine oder der andere und spiegelt es in einer Geschichte in seinem Song wieder. Die ehrliche Absicht kann nur der Interpret und der Allmächtige kennen.

Noch irgendetwas, was du unseren Leser und Leserinnen mitteilen möchtest?
Gebt dem „Fremden“ eine Chance! Bildet eure Meinung nicht durch Medien, sondern durch persönliche Gespräche und lasst euch nichts vorkauen!

Vielen Dank für das Gespräch!

Das muslimische Lifestylemagazin Cube Mag kündigt in einer aktuellen Aussendung sein vorläufiges Ende an. Drei Jahre lang setzten sich engagierte JournalistInnen mit spannenden Themen rund um Gesellschaft, Politik, Lifestyle und Religion auseinander. Aufgrund mangelnder Ressourcen, entschloss sich die Redaktion für ein Einstellen des Magazins.

Das Portal ist weiterhin abrufbar und ermöglicht Interessierten das Bestellen älterer Ausgaben. Auch die online veröffentlichten Artikel bleiben verfügbar. KISMET Online bedauert den Schritt und hofft auf eine Fortführung des Projekts in naher Zukunft.

(KISMET Online)

Nach dem dramatischen Absturz der SPÖ bei den Landtagswahlen in Salzburg, sprach KISMET Online mit dem erfolgreichsten sozialdemokratischen Kandidat in der Landeshauptstadt. Tarik Mete spricht über sein imposantes Ergebnis, den vermeintlichen Rechtsruck und über eine ganz spezielle Diät.

Fast 2.000 Vorzugsstimmen in Salzburg-Stadt, doppelt so viel wie die scheidende Landeshauptfrau. Haben Sie vor der Wahl damit gerechnet?
Mit so vielen Vorzugsstimmen habe ich eigentlich nicht gerechnet. Ich war mir jedoch von Anfang an im Klaren, dass es ein unglaubliches Potenzial in Salzburg gibt, sowohl bei der Jugend als auch bei den Migrantinnen und Migranten. Unser inoffizielles Ziel waren 500 Vorzugsstimmen.

Im Rahmen der Kampagne bemerkte ich dann immer mehr Zuspruch von den Salzburgerinnen und Salzburgern, sodass ich hie und da vom vierstelligen Bereich träumen konnte. Aber mit 1832 Vorzugsstimmen hat kaum jemand gerechnet. Ich war selbst überwältigt, als ich das Ergebnis erfahren habe. In Anbetracht der Tatsache, dass ich nur in der Stadt Salzburg Vorzugsstimmen sammeln durfte, ist dieses Ergebnis umso imposanter.

Die schwere Niederlage der SPÖ ist aber Realität. Welchen Teil tragen Sie für einen Neubeginn bei?
Die Wählerinnen und Wähler haben sich entschieden und das ist natürlich zu respektieren. Es ist nun wichtig das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen und zu zeigen, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Das wird viel Überzeugungsarbeit fordern, die jedoch unbedingt notwendig ist.

Die Salzburger SPÖ wird die kommenden Tage, Wochen und Monate für einen Regenerationsprozess aufbringen müssen, unabhängig davon, ob man in der Regierung oder Opposition ist. Welche Rolle ich dabei spielen werde, werden wir noch sehen. Mein Ziel war von Anfang an zu zeigen, was für ein Potenzial in der Salzburger Jugend und in den verschiedensten Migrationsgruppen steckt. Es war einfach an der Zeit zu zeigen, dass diese Menschen keineswegs politikverdrossen und demokratiefremd sind. Das ist uns mit diesem phänomenalen Ergebnis gelungen.

Sie waren der erste muslimisch-österreichische Politiker, der in Salzburg einen umfassenden und erfolgreichen Vorzugsstimmenwahlkampf durchführte. Wie empfanden Sie den Wahlkampf?
Es war von Anfang an klar, dass die Wahlkampfphase sehr intensiv sein würde. Besonders wichtig war die Tatsache, dass zahlreiche ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer mir in dieser schwierigen Zeit zur Seite gestanden sind. Als wir gemerkt haben, dass derart viele Menschen mir helfen wollen, haben wir das „Team METE“ gegründet, um zu zeigen, dass Tarik Mete nicht allein um die Gunst der Wählerinnen und Wähler kämpft, sondern ein umfangreiches Team hinter ihm steht.

Der Vorteil der Kampagne war einfach, dass sie eine gewisse Eigendynamik entwickelt hat, die wir selbst nicht wirklich einschätzen konnten. Auch die Tatsache, dass es vorher in Salzburg nie so etwas Ähnliches gegeben hat, weckte die Neugier und Motivation vieler Menschen. Für mich war es eine sehr spannende und zugleich anstrengende sowie energiezerrende Zeit, in der ich kaum Zeit für Familie und Freunde hatte. Der beste Indikator für die Intensität des Wahlkampfs war mein Körpergewicht. In zwei Monaten habe ich ungefähr 7 Kilo abgenommen, aber ich arbeite derzeit kräftig daran die verlorengegangenen Pfunde wieder zurückzuerobern. (lacht)

Nach drei Niederlagen in Folge, konnte die FPÖ erstmals wieder einen Stimmengewinn verbuchen. Protestwähler oder rückt Salzburg – auch durch den Landtagseinzug des Team Stronach – mehr nach rechts?
Ich denke, dass FPÖ und Stronach vor allem durch die Protestreaktion vieler Menschen Gewinne verbuchen konnten. Dass Salzburg immer mehr ins rechte Eck rückt, konnte ich im Rahmen unserer Kampagne nicht registrieren. Ganz im Gegenteil: Man konnte wirklich spüren, dass die meisten Salzburgerinnen und Salzburger offen für neue Begegnungen, Bekanntschaften und Wege sind. Dieser Umstand gibt mir weiterhin viel Energie für meine zukünftige politische Arbeit.

2014 wählt Salzburg einen neuen Gemeinderat. Falls Sie nicht in den Landtag berufen werden, streben Sie einen Gemeinderatssitz an?
Ich möchte derzeit keine Aussagen über meine weitere politische Zukunft machen. Ich bin mittlerweile seit knapp 10 Jahren politisch aktiv und dies nicht weil ich auf irgendwelche Posten oder Mandate aus bin, sondern weil ich Menschen helfen will. Deshalb möchte ich dort sein, wo ich der Gemeinschaft und Gesellschaft am nützlichsten bin. Wo das sein wird, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Diesen Sommer schließe ich hoffentlich mein Politikwissenschafts-Studium, das Masterstudium European Union Studies und meine Doktorarbeit in Rechtswissenschaften ab. Ich möchte mich in nächster Zeit auch mehr auf meine berufliche Karriere konzentrieren, obwohl die Politik weiterhin eine Leidenschaft von mir ist und bleibt.

Tarik Mete als Salzburger Landeshauptmann 2033. Realität oder Illusion?
Alles Schritt für Schritt. Es hat ungefähr 50 Jahre gedauert, dass ein türkischstämmiger Österreicher in Salzburg auf einem halbwegs aussichtsreichen Listenplatz für den Landtag kandidiert. Ich hoffe, dass die nächsten Schritte nicht wieder 50 Jahre Zeit benötigen. Unsere Kampagne war ein wichtiger Grundstein für die Partizipation von Migrantinnen und Migranten in der Politik.

Auf dieses Fundament bauend, werden hoffentlich viele weitere Frauen und Männer, deren Eltern vielleicht nicht in Salzburg auf die Welt gekommen sind, sich jedoch hier zuhause fühlen, sich politisch engagieren und ein Zeichen für ein besseres und gemeinsames Salzburg setzen. Und vielleicht wird eine bzw. einer von ihnen auch Landeshauptmann bzw. Landeshauptfrau. Wieso nicht?!

Das Gespräch führte Karim Saad.

Vier neue Werke sind auf dem Markt, die das zeitgenössische islamische Denken im politischen Feld thematisieren. Mit „Den Islam neu denken“ zeichnet die Islamwissenschafterin Katajun Amirpur den Weg von sechs DenkerInnen aus dem sogenannten liberalen Spektrum nach. Neben dem altbekannten und 2010 verstorbenen Nasr Hamid Abu Zaid, dessen Werk „Mohammed und die Zeichen Gottes“ aus 2008 nun in einer Neuauflage erschienen ist, werden bei diesem Werk im Gegensatz zu Benzines Abhandlung auch Frauen thematisiert.

Neben der durch ihre Freitagspredigt berühmt gewordenen Amina Wadud wird Asma Barlas protraitiert. Mit Abdolkarim Soroush, Mohammad Mojtahed Shabestari und Fazlur Rahman stehen bei Amirpur bekannte Personen im Rampenlicht, die auch Rachid Benzine in seinem Werk „Islam und Moderne. Die neuen Denker“ behandelt. Während Benzines im Wesentlichen theologische Fragestellungen berührt, wirft Amirpur dabei auch Fragen zu Gender auf.

Eine ausgewogene Darstellung zur Genese und Transformation des militanten sunnitischen Islamismus findet man bei Thomas Mosers „Politik auf dem Pfad Gottes“. Es ist eine ausgewogene Darstellung, die zwar einige wichtige Arbeiten in diesem Bereich unerwähnt lässt, aber nichts desto trotz sowohl begrifflich wie typologisch und historisch gut fundiert ist. Nach Banna, Maududi und Qutb werden weitere Entwicklungen in den dschihadistischen Bereich behandelt, von Azzam über bin Laden bis zu Zawahiri.

Rachid Benzine: Islam und Moderne. Die neuen Denker. 2012, VdWR

Thomas Moser: Politik auf dem Pfad Gottes. 2012, Innsbruck University Press

Nasr Hamid Abu Zaid: Der Koran und die Zukunft des Islam. 2011, Herder Spektrum

Katajun Amirpur: Den Islam deu denken. 2013, C.H. Beck


Für Newcastle United spielt Religion eine große Rolle. Der britische Traditionsverein hat einen Gebetsraum für seine muslimischen Spieler eingerichtet. Wie die Tageszeitung “Daily Mirror” berichtet, befindet sich die Räumlichkeit im St. James’ Park, der Heimstätte des Erstligisten. Sieben Spieler bekennen sich in der Kampfmannschaft zum Islam und praktizieren ihren Glauben.

“Wir haben vermutlich die meisten muslimischen Fußballspieler in der Premier League und es ist uns wichtig, dass wir uns um ihre religiösen Angelegenheiten kümmern”, heißt es von Vereinsseite und weiter: „Das Gebet ist zu einem wichtigen Motivationsfaktor geworden!”

Zu den praktizierenden Spielern gehören Papiss Cisse, Cheick Tiote, Hatem Ben Arfa, Massadio Haidara, Mapou Yanga-Mbiwa, Moussa Sissoko und Mehdi Abeid. Vor seinem Wechsel zum FC Chelsea, leitete Stürmerstar Demba Ba die Gemeinschaftsgebete der Teamkollegen.

(HS/KISMET Online)