Und wieder schreibt Ägypten Fußballgeschichte. Mit einem 2:1 Sieg im Rückspiel der afrikanischen Champions League gegen Titelverteidiger Esperance Sportive de Tunis, besteigt Al-Ahli zum siebenten Mal den Fußballthron. In einem hochklassigen Spiel übernehmen die Ägypten von Anfang an das Kommando. Die Pharaonen mussten ein 1:1 aus dem Hinspiel in Kairo aufholen. Schnelle Kombinationen im Mittelfeld führten bereits in den ersten Minuten zu hochkarätigen Chancen.

Die mitgereisten ägyptischen Fans mussten bis kurz vor dem Halbzeitpfiff warten, ehe Said Hamdi sich auf der linken Seite durchsetzte und den Ball scharf zur Mitte spielte. Ahli-Stürmer Geddo ließ sich nicht zweimal bitten und schob den Ball aus neun Meter zum 1:0 ein.

Sieg für „Märtyrer“ von Port Said

Erst nach dem Wiederanpfiff schienen die Tunesier besser ins Spiel zu kommen. Erneut waren es aber die Ägypter, die in der 63. Minute durch Walid Soliman zuschlugen. In einer furiosen Schlussphase trafen die Tunesier durch den 22-jährigen Kameruner Yannick N’Djeng zum 1:2 Anschluss, ehe wenige Minuten später Ahli-Star Mohammed Aboutrika einen Elfmeter an den Pfosten knallt.

Für Al-Ahli war dies der siebente Sieg in der Champions League, ein neuer Rekord in Afrika. Für Fans und Verein ist dies ein besonderer Sieg nach den schrecklichen Ereignissen vom 1. Februar 2012. Damals starben bei einem Platzsturm im Meisterschaftsspiel gegen Al-Masry mehr als 70 Menschen.

(HS/KISMET Online)
Bild: Reuters