Seit mehr als 20 Jahren flimmert das Erfolgsformat „Die Simpsons“ über die TV-Bildschirme dieser Welt. Erfinder Matt Groening zeichnet 1985 in 15 Minuten alle Hauptcharaktere der Serie und präsentiert sie einem erfolgreichen US-Produzenten. In nur wenigen Jahren etabliert sich die sozialkritische Erwachsenen-Serie rasch im US-Fernsehen, ehe sie ihren weltweiten Erfolgslauf antritt.

Im Mittelpunkt der TV-Serie stehen zumeist Aspekte des US-Amerikanischen Alltags wie Politik, Religion, Korruption, Medienkonsum und Ernährung. In der siebenten Episode der Staffel 20, die am 30. November 2008 erst ausgestrahlt wird, beleuchten „Die Simpsons“ erstmals umfangreich das Thema Islam in den USA. Im Gegenzug verfasst die renommierte Organisation CAIR (Council on American-Islamic Relations) einen Dankbrief an den Simpsons-Macher.

Fernsehen und seine Stereotypen

Wie üblich auf einem sehr humoristischen aber zugleich kritischen Niveau, zeigt die Folge das Leben und die Vorurteile rund um eine muslimische Familie. Bart Simpsons neuer Freund heißt Bashir, ist Muslim und kommt aus Jordanien. Homer hingegen diffamiert die Eltern als TerroristInnnen und denkt, dass der Vater von Bashir das Einkaufszentrum von Springfield in die Luft sprengt. Jedoch stellt sich am Ende heraus, dass dieser dafür zuständig ist, sichere Explosionen von alten Gebäuden durchzuführen.

Zu Beginn der Episode ist Homer vom Charme des kleinen Bashir beeindruckt. Im Freundeskreis von Homer kommt es immer wieder zu Sticheleien gegen ihn und schließlich lässt er sich von einer Fernsehserie mit ihren islamophobie Stereotypen beeinflussen.

Homer und seine Intoleranz

In dieser Folge erscheint Bart ungewohnt in einer Vorbildfunktion. Er nimmt den kleinen Bashir vor den Schul-Schlägern in Schutz und rasch entsteht eine sehr enge Freundschaft. Bart lernt sogar die islamische Begrüßung und verabschiedet sich mit „Salam-u alaikum“ (Der Friede seit mir Dir).

Homer hingegen ist weiterhin von einem terroristischen Hintergrund überzeugt. Erst als sich herausstellt, dass das alte Einkaufszentrum zerstört werden sollte, entschuldigt sich der gelbe Familienvater für seine Intoleranz. Am Ende sitzen beide Familien im Garten und entspannen bei einem kleinen Grillfest.

(ZIS/HS/KISMET Online)