Lange musste die US-Amerikanerin Samantha Elauf auf ein Urteil im Streit um eine Anstellung beim Modeunternehmen Abercrombie & Fitch warten. 2008 bewarb sich die damals 17-Jährige als Verkäuferin bei einer Filiale im Bundesstaat Oklahoma. Als Grund für die Nichteinstellung nannte die Firma explizit ihr Kopftuch. Dieses würde der Kleidungspolitik des Unternehmens widersprechen und nicht das gewünschte „akademische Ostküstenimage“ repräsentieren.

Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten entschied nun, dass es sich um Diskriminierung aufgrund der Religionszugehörigkeit handelt. Vertreten wurde die US-Amerikanerin durch die Bundesbehörde US Equal Employment Opportunity Commission (EEOC). Ihr Auftrag ist es, Diskriminierungen am Arbeitsplatz juristisch zu bekämpfen und langfristig zu beenden. In einer Stellungnahme betonte die EEOC, dass muslimische Angestellte in den USA die am meisten diskriminierte Religionsgruppe darstelle.