Die Nichtregierungsorganisation “CCIF” veröffentlichte am Donnerstag dramatische Studienergebnisse zur Zahl der islamophoben Angriffe in Frankreich. Seit dem Terrorangriff auf Charlie Hebdo, sind die Übergriffe auf MuslimInnen um mehr als 23.5 Prozent gestiegen.

„Seien es Brandanschläge auf Moscheen, Attacken gegen muslimische Frauen, Demütigung von Schulkindern, dem Verbot von langen Kleidern für Studentinnen sowie religiöses Profiling: Die Angriffe sind fatal für die muslimische Community”, erläutern die StudienautorInnen die aktuellen Entwicklungen. Ebenfalls beunruhigend ist die Anzahl der um 500 Prozent gestiegenen körperlichen Gewalt, die sich vorwiegend gegen muslimische Frauen richtet.

Demütigung von Schulkindern

„Neben der Diskriminierung und Gewalt gegen Erwachsene, kommt erstmals die Erniedrigung von Kindern in Schulen hinzu. Diese werden öffentlich für die Terroranschläge mitverantwortlich gemacht“, heißt es in dem Bericht weiter.

Die Dunkelziffer dürfte laut StudienautorInnnen weitaus höher liegen. Viele Opfer würden Vorfälle nicht melden, da sie das Gefühl haben, die Justiz gehe nicht sorgfältig mit der Problematik um. Der Bericht verweist in diesem Zusammenhang auf Gespräche zwischen der muslimischen Community und den französischen Behörden. In Zukunft solle die Polizei offiziell islamophobe Vorfälle melden und dagegen vorgehen.