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Mehr als 500.000 MuslimInnen in Österreich


Mit einem Sammelband unter dem Titel "Islam in Österreich" gibt der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) fundierte Einblicke zu Themen, die öffentlich in Zusammenhang mit dem Islam für Diskussionen sorgen.

Der von ÖIF-Kuratoriumsvorsitzenden Mathias Vogl und ÖIF-Geschäftsführer Alexander Janda herausgegebene Band liefert aktuelle Zahlen zur muslimischen Bevölkerung in Österreich, eine rechtliche Auseinandersetzung mit den wichtigsten islamischen Riten und deren Vereinbarkeit mit dem österreichischen Recht sowie Information über die Organisation des Islam in Österreich.

6,2 Prozent der Bevölkerung sind Muslime

Das Religionsbekenntnis der österreichischen Bevölkerung wurde zuletzt bei der Volkszählung 2001 erhoben. Eine aktuelle Abschätzung der Zahl von Personen mit islamischer Religion in Österreich erfolgt auf Basis einer Fortschreibung der Ergebnisse von 2001. Demnach lebten am 1.1.2009 insgesamt knapp 516.000 Menschen islamischen Glaubens in Österreich. Dies entspricht 6,2 Prozent der Bevölkerung. Im Vergleich zu 2001 bedeutet das eine Zunahme um 170.000 Personen. Damals lebten rund 346.000 MuslimInnen in Österreich. Die Zunahme der muslimischen Bevölkerung ist in wesentlich stärkerem Ausmaß auf Geburten als auf Zuwanderung zurückzuführen.

Vom Kopftuch bis zum Minarett


Öffentlich intensiv diskutierte Themen wie das islamischen Kopftuch in der Schule, der Sport- und Schwimmunterricht oder die Errichtung von Moscheen und Minaretten sind ebenso Gegenstand des Sammelbandes wie die Ausbildung islamischer Religionslehrer/innen und die neue Verfassung der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich.

"Der Sammelband "Islam in Österreich" versteht sich als sachlicher Beitrag für eine fundierte Diskussion", erläutert ÖIF-Geschäftsführer Alexander Janda die Zielsetzung des Buchprojektes. Der Dialog mit dem Islam und die damit verbundenen rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen seien eine Zukunftsherausforderung, der man sich stellen müsse.

(OTS)

 

01.03.2010 | E-Mail an die Redaktion

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