Bruno-Kreisky-Preis 2010 verliehen
In feierlichem Rahmen fand die Preisverleihung des Bruno-Kreisky-Preis 2010 für das politische Buch statt. Alfred Gusenbauer sprach von einem "engen Zusammenhang" der Preisträger mit dem "politischen Lebenswerk Bruno Kreiskys".
"Die heutigen Preisträger stehen in ganz engem Zusammenhang mit dem politischen Lebenswerk Bruno Kreiskys", betonte Alfred Gusenbauer, Präsident des Karl-Renner-Instituts, zu Beginn der Preisverleihung an der Universität Wien. Die Annerkennungspreise setzen sich zum einen mit der Außenpolitik Bruno Kreiskys auseinander, zum anderen werde die Frage der Islamophobie in Österreich analysiert, so Gusenbauer.
"Dabei kommt deutlich zum Vorschein, wie internationale und nationale Fehlentwicklungen zu Geisteshaltungen und Vorurteilen beitragen können, die letztendlich eine friedliche Konfliktlösung und das Zusammenleben erschweren“, skizzierte der ehemalige Bundeskanzler den Zusammenhang zwischem dem Nahost-Konflikts und der Diskriminierung von MuslimInnen.
Von FeindIn und FreundIn
Der Passagen-Verlag konnte sich über den "Sonderpreis für verlegerische Leistungen" für seine langjährige und konsequente Arbeit freuen. Zudem zeichnete das Karl-Renner-Institut den Ökonom Kurt Rothschild für sein publizistisches Gesamtwerk aus. Einen Anerkennungspreis erhielten John Bunzl und Farid Hafez für die Herausgabe des Buches "Islamophobie in Österreich". Laudator und EU-Abgeordneter Hannes Swoboda dankten den Autoren, dass sie „diesem schrecklichen und gefährlichen Phänomen nicht“ ausweichen.
"Angst haben wir vor Feinden, die wir so sehr brauchen. Die wir brauchen, um mittels Abgrenzung eine eigene Identität zu schaffen und von den eigenen Missständen abzulenken, anstatt soziale Gerechtigkeit und den sozialen Frieden in die Debatte zu stellen“, brachte es Hafez in seiner Dankesrede auf den Punkt und forderte in Anlehnung an Bruno Kreisky ein offenes Österreich und Europa für eine bessere Gesellschaft.
| 05.03.2010 | E-Mail an die Redaktion |





