Frauenpower bei MiA 2010
Pompös, persönlich und hochkarätig besetzt ging am Internationalen Frauentag die diesjährige MiA-Preisverleihung im Wiener Studio 44 über die Bühne. Bereits zum dritten Mal zeichnete die Jury Frauen mit internationalem Hintergrund für ihre besonderen Leistungen aus.
Bereits eine Stunde vor dem offiziellen Beginn drängelten sich zahlreiche Gäste in das elegant eingerichtete Studio 44 im dritten Wiener Gemeindebezirk. Das international durchgemischte Publikum geizte nicht mit edlen Kleidern und feinen Anzügen. Kurz nach halb acht eröffnete eine muslimische Theatergruppe mit dem sozialkritischen Stück "Die Dienstreise" die dritte MiA-Preisverleihung.
Bundespräsident Heinz Fischer, MiA-Initiatorin und Staatsekretärin Christine Marek, Innenministerin Maria Fekter und zahlreiche weitere prominente Gäste lauschten gespannt dem Theaterstück. Zahlreiche Klischeevorstellungen über die muslimische Frau und ihre Probleme am Arbeitsmarkt standen im Mittelpunkt. Die SchauspielerInnen überzeugten nicht nur einmal mit ironischen Pointen.
Arabella Kiesbauer begrüßte danach offiziell das Publikum und leitete zugleich zur Kategorie "Wirtschaft" über. Neben der nominierten Chemikerin Marina Crnoja Cosic und der Fachdolmetscherin Jasna Kodemo setzte sich schließlich die Unternehmerin Selma Prodanovic durch. Die Siegerin sammelte nicht nur Erfahrung bei renommierten Firmen wie Young&Rubicam und Ogilvy&Mather, sondern ist seit 2005 erfolgreiche Geschäftsführerin ihrer eigenen Networking-Agentur "Brainswork".
Uraufführung für MiA-Hymne
Nach einem musikalischen Zwischenspiel von Sandra Pires und dem Gitarrenvirtuosen Mario Berger vergab die MiA-Jury die Preise in den Kategorien Humanitäres & Gesellschaftliches Engagement und Kunst & Kultur. Joana Adesuwa Reiterer freute sich dabei über den Preis für ihren täglichen Kampf gegen den weltweiten Menschenhandel. Die erfolgreiche Autorin nahm sichtlich überrascht und hochschwanger die prominente Auszeichnung entgegen.
In der Kategorie Kunst & Kultur siegte zwar die Musikerin Maja Osojnik, sie ließ es sich aber nicht nehmen den MiA-Award mit ihren nicht weniger renommierten Mitnominierten Nina Kusturica und Sehe Cakir zu teilen. Sandra Pires und Maya Hakvoort präsentierten danach erstmals in der jungen MiA-Geschichte die vom Weltstar Sylvester Levay komponierte offizielle Hymne "Nicht dort, nicht hier" und sorgten für ein emotionales Highlight.
Fortsetzung folgt...
In der Kategorie "Wissenschaft & Forschung" setzte sich die Wissenschaftlerin Jolanta Koldziejek durch, ehe Yasemin Sencalis als ASKÖ-Koordinatorin der Initiative "Fit für Österreich" mit dem Sportpreis den letzten offiziellen MiA-Award des Abends erhielt.
Wie bereits im letzten Jahr zeichnete die Jury auch 2010 eine Journalistin für besondere Leistungen rund um das Thema Integration und Migration aus. Die Standard-Redakteurin Irene Brickner durfte sich dabei über die Auszeichnung freuen. Maya Hakvoort beendete indes unter tobenden Applaus mit dem etwas abgeänderten Song "Ich gehör nur mir" aus dem Musical Elisabeth das offizielle Programm.
Die MiA fand bereits zum dritten Mal statt und wird von Christine Marek (ÖVP), Renate Csörgits (SPÖ), Dudu Kücükgöl (Muslimische Jugend Österreich), Mi-ja Friedländer (Akakiko) und Christian Friesl (Industriellenvereinigung) organisiert. Dabei werden Frauen mit internationalem Hintergrund für besondere Leistungen ausgezeichnet.
(saad)