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ÖBB wirbt mit Muslimin


Es scheint wohl ein Novum in der österreichischen Werbegeschichte zu sein. Erstmals erscheint in einer Werbung eines großen Unternehmens eine modisch gekleidete Frau mit Kopftuch. Die Verantwortlichen sprechen von einer Kampagne für "alle Österreicherinnen und Österreicher".

Der einen oder dem anderen ist es beim Surfen im Web in jüngster Zeit aufgefallen. Die neue Onlinewerbung der Österreichischen Bundesbahnen, kurz ÖBB. Die Videoanimation zeigt unterschiedlichste BürgerInnen hierzulande, darunter auch eine Muslimin mit Kopftuch.

In Zeiten von Wirtschaftskrise und problematischer Arbeitslosenzahlen, versucht die ÖBB mit der multikulturellen Kampagne "Konjunkturlokomotive ÖBB" die österreichische Wirtschaft zu beleben. Im Zentrum dabei stehen das Schaffen von Arbeitsplätzen und die Stärkung des Wirtschaftsstandort Österreichs.

Positives Feedback


"Die Intention ergibt sich aus der Wirklichkeit. In Österreich leben über acht Millionen Menschen, mehr als die Hälfte davon ist weiblich, über 1,4 Millionen haben einen Migrationshintergrund, 15 Religionen sind staatlich anerkannt, jede zweite Ehe wird geschieden, rund 10 % sind homosexuell, über 20 % der Bevölkerung ist älter als 60 Jahre", beschreibt Projektleiterin Traude Kogoj den Hintergrund der Kampagne.

"Österreich ist divers, die Menschen, die in diesem wunderschönen Land leben, sind vielfältig. Diese Vielfalt bedeutet Reichtum an Sprachen, Vielfalt an Kulturen und Lebensentwürfen", führt Kogoj im Interview mit KISMET aus.

Bislang habe es zahlreiches positives Feedback gegeben. Aber nicht nur in Österreich. Die Programmverantwortliche für Diversity der Deutschen Bahn gratulierte etwa zum "schönen Plakat" und hoffe auf einen "engen Austausch".

Die ÖBB kündigte zugleich an, auch in Zukunft weiterhin die Vielfalt der ÖsterreicherInnen in ihren Kampagnen zu berücksichtigen. Bleibt abzuwarten, ob auch andere Unternehmen diesen Weg gehen.

(saad)


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