Scharfe Verurteilung des israelischen Angriffs
Führende muslimische Organisationen aus Österreich verurteilen den israelischen Angriff auf die Hilfsflotte vor der Küste in Gaza. Es sei eine "völkerrechtswidrige exzessive Gewaltanwendung" gewesen, die rechtliche Konsequenzen mit sich ziehen müsse.
In einer umfangreichen Stellungnahme von mehr als 100 Organisationen prangern die UnterzeichnerInnen die Verletzung internationalen Rechts durch Israel an. Der Angriff betreffe auch Europa, da auf dem Schiff mehrere europäische PolitikerInnen und AktivistInnen anwesend waren.
Die Aussendung fordert die sofortige Freilassung alle Festgehaltenen und eine Gerichtsverhandlung für die Verantwortlichen des Angriffs. Bereits am frühen Abend hatte Israel aufgrund internationalen Drucks alle festgenommenen Personen freigelassen. Das Verhältnis zur Türkei – die meisten Opfer waren türkische StaatsbürgerInnen – ist jedoch auf einem Tiefpunkt.
Das österreichische Papier verlangt zudem von Bundeskanzler Werner Faymann seine geplante Reise nach Israel abzusagen.