UPDATE: Die Tiroler Tageszeitung entschuldigte sich auf der Website nach einer umfangreichen Protestwelle.

Sie gilt als die reichweitenstärkste Tageszeitung in Tirol und als Meinungsmacher. Die Tiroler Tageszeitung (TT) sorgte bereits in den vergangenen Jahren immer wieder für Aufsehen. Etwa im Jahr 2006, als die damalige österreichische Innenministerin Liese Prokop in einem TT-Interview von 45 Prozent integrationsunwilliger MuslimInnen sprach. Die Folge war eine wochenlange bundesweite Debatte über den Islam in Österreich.

Sonntagabend (24. März 2013) gingen im Sozialen Netzwerk „Facebook“ die Wogen hoch. Grund dafür war ein TT-Artikel über den marokkanisch-stämmigen Abdallah Fatihi. Die Überschrift „Der Marokkaner, der mit Bier und Toast statt Drogen handelt“ ist nur der Beginn eines für viele als rassistisch empfundenen Artikel. Journalist Simon Inou etwa spricht von „purem Rassismus“, der österreichische Blogger Georg Pichler fragt, ob es sich um einen „Tatbestand der Verhetzung“ handle. Der weitere und um vieles brisantere Teil folgt in der kurzen Einführung: „Nordafrikaner haben in Innsbruck eigentlich nur zwei Alternativen: dealen oder Gefängnis“, heißt es da. Eine Antwort veröffentlichte der Watchblog Kobuk auf seiner Facebook-Seite. Dort heißt es sinngemäß: „Leser der Tiroler Tageszeitung haben eigentlich auch nur zwei Alternativen: kotzen, oder die Zeitung wechseln“.

(HS/KISMET Online)