Mit den Rufen „Freies Schwimmbad für alle“ und „Zurück nach Medina“ zogen Sympathisanten der rechtsextremen „Forza Nuova“ (Neue Kraft) jüngst durch die Straßen Venedigs. Auslöser für die Demonstration war die Entscheidung eines Schwimmbades, bestimmte Öffnungszeiten für muslimische Frauen einzurichten.

In einer Stellungnahme des Sportvereins verteidigte Präsident Ugo Di Mauro die Entscheidung und verwies auf die Zusammenarbeit mit dem Integrationsverband Usip: „Das ist eine großartige Gelegenheit um die Vielfalt unserer Kultur zu bewerben!“

Die Pilotphase des Projekts ist auf drei Wochen angelegt und soll bei Erfolg verlängert werden. Die extreme Rechte in Italien machte bereits mehrmals gegen derartige Vorstöße mobil. Die Polizei hielt den Protestzug letztlich vor dem Sportgebäude auf, wo es zu kleinere Gerangel kam.

In Italien leben rund 1,7 Millionen Muslime, darunter 20.000 zum Islam konvertierte Italiener.