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<title>Das Leben des Kemal Atatürk</title>
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<description><![CDATA[Atatürk war fest entschlossen, wie er seinem Tagebuch anvertraute, im Falle der Macht die notwendigen Reformen ebenso schnell wie kompromisslos durchzusetzen. Atatürk blieb seinem Vorsatz treu und führte tiefgreifende Reformen im politischen und gesellschaftlichen System durch, die die Türkei in einen modernen, säkularen und europäisch orientierten Staat verwandelten : 1924 wurde das Kalifat abges...]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Atatürk war fest entschlossen, wie er seinem Tagebuch anvertraute, im Falle der Macht die notwendigen Reformen ebenso schnell wie kompromisslos durchzusetzen. Atatürk blieb seinem Vorsatz treu und führte tiefgreifende Reformen im politischen und gesellschaftlichen System durch, die die Türkei in einen modernen, säkularen und europäisch orientierten Staat verwandelten : 1924 wurde das Kalifat abgeschafft; 1926 kam das bürgerliche Gesetzbuch nach Vorbild der Schweiz, das deutsche Handelsrecht und das italienische Strafrecht folgten kurze Zeit später. Mit dem türkischen Code civil trat das westliche Eheschließungs- und Scheidungsrecht in Kraft; der Schleierzwang wurde abgeschafft, 1933 erhielten die Frauen aktives und passives Wahlrecht; seit 1925 wurden alle Staatsbürger gezwungen, westliche Kleidung zu tragen.   <br />
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Mustafa Kemal war der Begründer der Türkei und erster Präsident der nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Osmanischen Reich hervorgegangenen Republik. Er wurde " im Januar 1881 [...] geboren und "verbrachte seine Kindheit und die ersten Schuljahre in Selanik (Thessaloniki) "  mit seiner Mutter Zübeyde und Schwester Makbule. Sein Vater Ali Riza starb im Jahre 1888. "Während Mustafa bis 1895 die Militärschule besuchte dann an das Militärgymnasium nach Bitola wechselte, heiratete Zübeyde ein zweites Mal."  "Noch vor dem Wechsel [...] nahm Mustafa auf Rat seiner Mathematiklehrers [...] wegen Verwechselbarkeit  "zusätzlich den Namen Kemal an.“ Später kam "der Titel Pascha hinzu, noch später die [...] Bezeichnung Ghazi [...], aber erst mit dem vom Parlament 1934 in Ankara empfohlenen Familiennamen Atatürk war die Unverwechselbarkeit vollkommen." <br />
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"Die Abschlussprüfung bestand Mustafa Kemal [...] als Fünftbester seines Jahrganges [...] im Jahr 1905  und "wurde in den Rang eines Oberleutnants im Generalstab erhoben." Nun aber wurde Mustafa Kemal fernab der politischen Brennpunkte auf einen Außenposten in Damaskus abkommandiert. Er war  "enttäuscht darüber, jeden unmittelbaren Kontakt zu den Jungtürken[...]in Thessaloniki zu verlieren, die sich während der Jahre von 1890 bis zum Jahr der jungtürkischen Revolution 1908 immer wieder mit politisch engagierte Militärs Abdulhamid 2. und sein [...] Regime stürzen wollten.  In Damaskus lud der ehemalige Offiziersschüler aus Istanbul zu Diskussionsabenden ein und kam in Kontakt mit einem Anhänger der oppositionellen Jungtürken, der an einem gescheiterten Attentat auf Sultan Abdülhamid II. beteiligt gewesen war.<br />
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„Einer der Teilnehmer führte einen versteckt liegenden Laden mit den von der osmanischen Zensur verbotenen Schriften französischer Klassiker“. Mustafa Kemal wurde nach der missglückten Unternehmung im Gefängnis festgehalten bis man ihn nach Syrien verbannte. Er gründete die revolutionäre Geheimorganisation Vaterland und Freiheit, für die er in Jerusalem, Jaffa und Beirut weitere Mitglieder anwarb. Der Kommandant Ahmet Bey gewährte ihm eine geheime Reise nach Thessaloniki, wo er „eine Zweigstelle „der Gesellschaft für Vaterland und Freiheit“ gründete.“ Letztendlich wurde er nach Makedonien versetzt. Doch auch das verschaffte ihm keinen Eintritt in den Führungszirkel des jüngtürkischen Komitees für Einheit und Fortschritt.  <br />
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Vor dem Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 „wurde Mustafa Kemal [&hellip;] in drei Regionen geschickt, in denen schwere militärische Einsätze zu bewältigen waren: 1911 nach Libyen sowie 1912 und 1913 auf den Balkan.“ Mit Beginn des Ersten  Weltkriegs schloss das osmanische Reich einen Vertrag mit Deutschland gegen die Allierten. Im Januar 1916 versetzte man Mustafa Kemal nach Edirne. Ende Februar 1916 wurde er mit seinen Einheiten zur Verstärkung der 3. Armee an die anatolische Ostfront verlegt. Für seine Verdienste bei der Verteidigung Gallipolis erhielt er nachträglich die Beförderung zum General, verbunden mit dem Ehrentitel Pascha. Im Jahre „1918 bekam er die Nachricht, dass Sultan Mehmet V. Resat gestorben sei und Prinz Vahidettin die Nachfolge angetreten habe.“(ebd.S.134) in dieser Zeit herrschte in Istanbul „eine wachsende Spannung wegen Friedensverhandlungen, die in Sevres aufgenommen werden.“ Im Jahr 1919 wurde Izmir von den griechischen Truppen besetzt, die von der britischen Regierung unterstützt wurde. Mustafa Kemal entledigte sich aller militärischen Funktionen, um nur noch als Koordinator der nationalen Gruppen  in Anatolien aufzutreten.  <br />
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Er „landete in das Unruhegebiet Samsun“ und somit begannen die Befreiungskämpfe, die bis1923 andauerten. Die Einigung der Nationale hatte sich weitgehend vollzogen und das „ „Repräsentative Nationalkomitee“ von Erzurum war in das weiter westlich liegende Sivas umgezogen, um dort die vorbereitenden Gespräche für eine neue Regierung in Ankara abzuschließen.“ Nach dem Friedensvertrag von Lausanne, der die „internationalen Garantien für einen neuen unabhängigen und souveränen türkischen Staat versprach, begann „die Geschichte des politischen Alltags, angefangen beim Aufbau der funktionierenden Regierung und eines arbeitenden Parlaments bis hin zum Formulieren von Gesetzen und Reformvorlagen.“ (ebd.S.178) Erst „1928 sollte er das lateinische Alphabet einführen und die Amtsprache des Osmanischen Reichs wurde in einem von Sprachwissenschaftlern begleiteten Prozess durch die türkische Volkssprache abgelöst. Im Jahr 1938 starb Mustafa Kemal Atatürk im Alter von 57 Jahren an den Folgen einer Leberzirrhose.   <br />
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Dietrich Gronau widmet in seinem „biographischen Portrait“ den Monaten nach Ende des Ersten Weltkriegs und vor Ausbruch des türkischen Befreiungskriegs, der 1923 mit dem Austausch von Teilen der griechischen und türkischen Bevölkerung in Kleinasien endete, ein besonderes Augenmerk. Denn der Zeitpunkt symbolisiert den Übergang Atatürks von der langjährigen theoretischen Beschäftigung mit Fragen der Zukunft der Türkei hin zu ersten konkreten Schritten in Richtung nationaler Freiheit und staatlicher Neubildung.  <br />
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Einige diese Tatsachen, Erfahrungen, Erlebnisse vom Atatürk, die in seiner Rede (Nutuk) verfasst wurden, werden im Buch häufig  erwähnt. Der Autor beruht  auch auf andere Argumentationstypen, wie Autoritäten, die man auch als Tagebucheinträge findet.  Atatürk sagte während der  Reise, er „habe die Frauen [&hellip;] nicht nur in den Dörfern, sondern auch in kleineren und größeren Städten mit sorgfältig verhüllten Augen und Gesichtern gesehen. Ich denke, dass diese Schleier und Tücher [&hellip;] zweifellos eine Quelle des Unbehagens und des Unwohlseins für sie sind. [&hellip;]  Die Reise nach Kastamonu, wo er ein [&hellip;] Panamahut  statt einem Fes trug, um zu demonstrieren, dass Schluss sei mit dem Schleier und dem Kopftuch für Frauen[&hellip;].“ Die verschleierte Frau im Osmanenreich wird als unmodern und unterdrückt beschrieben und soll von ihrem Schleier befreit werden. Während Mustafa Kemal sich „mit den im europäischen Stil erzogenen Damen unterhielt, entstand so das Idealbild der modernen türkischen Frau [&hellip;].“ Der Autor fügt diesbezüglich den Eintrag, der sich im Tagebuch des Atatürks findet.   <br />
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Der Sultan Abdulhamit wird im Buch als Tyrannen  beschrieben und Atatürk sei „ ein Gegner der zerstörerischer  Gewalt“. Durch einige Beschreibung des Autors ist es klar, dass der Autor eine eindeutige Position vertritt, öfters  wird  Kemal Atatürk als Held dargestellt. Zusammenfassend kann man sagen, dass Gronau in seiner biografischen Studie auf diese Zwiespältigkeit der Person und des Politikers Atatürk hinweist. Die Biographie ist sehr spannend, lebendig mitreißend und enthusiastisch. Wer einen ersten, gut lesbaren Überblick sucht, wird bei Gronau fündig, der wissenschaftlich interessierte Leser soll zu einem anderen Buch greifen, da dieses unkritische Beschreibungen aufweist.      <br />
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<em>Gronau, Dietrich: "Wir werden eine Republik": ein Tag im Leben des Kemal Atatürk ; ein biografisches Porträt / Dietrich Gronau. - Freiburg, Br. [u.a.] : Herder, 2009. - 191 S. : Ill.</em>]]></content:encoded>
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<title>Religiöse Blidung im Dialog</title>
<link>http://www.kismetonline.at/index.php?p=news&amp;area=1&amp;newsid=654&amp;name=religioese-blidung-im-dialog</link>
<description><![CDATA[Vor dem Hintergrund der Feststellung, dass gemeinsame Wertvorstellungen maßgeblich von Bedeutung für die Stabilität und damit für die Zukunft der Gesellschaft sind, werden hier Beiträge aus 60 Referaten versammelt, die im Rahmen einer 2006 durchgeführten Tagung Rechtsfragen zum islamischen Religionsunterricht und zur Imamausbildung, das Kooperationsverhältnis von muslimischen Gemeinschaften und St...]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Vor dem Hintergrund der Feststellung, dass gemeinsame Wertvorstellungen maßgeblich von Bedeutung für die Stabilität und damit für die Zukunft der Gesellschaft sind, werden hier Beiträge aus 60 Referaten versammelt, die im Rahmen einer 2006 durchgeführten Tagung Rechtsfragen zum islamischen Religionsunterricht und zur Imamausbildung, das Kooperationsverhältnis von muslimischen Gemeinschaften und Staat sowie Fragen zu möglichen Formen eines Lehrplans für den islamischen Religionsunterricht beleuchten. Die Beiträge stammen allesamt aus der Hand von WissenschafterInnen.<br />
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Bei den Beiträgen der beiden Autoren Ceylan und Ucar sind keine nennenswerten Ansätze zu finden, die von Bedeutung wären. Im Gegenteil werden eher oberflächlich bereits erfoschte Untersuchungen repetiert und in einer sehr politisierten Sprache gesprochen. Die Beiträge von Adel Theodor Khoury und Peter Graf verdienen Erwähnung. Sie zeichnen sich nicht nur durch ihre Stichhaltigkeit aus, sondern zeigen auch eine Tiefe.<br />
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<em>Peter Graf und Bülent Ucar: Religiöse Blidung im Dialog zwischen Christen und Muslimen. 2011</em>]]></content:encoded>
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<title>Kampf der Emotionen</title>
<link>http://www.kismetonline.at/index.php?p=news&amp;area=1&amp;newsid=646&amp;name=kampf-der-emotionen</link>
<description><![CDATA[Dominique Moisi, welcher Politische Wissenschaft u.a. an der Harvard University lehrt, wollte mit seinem Buch „Kampf der Emotionen“ den Versuch starten, eine neue Weltkarte der Geopolitik zu zeichnen. Dass er mit seiner Theorie einen Paradigmenwechsel nach dem „Kampf der Kulturen“ Huntingtons herbeizuführen versucht, offenbart die deutsche Übersetzung seines englischen Originals, das sein Werk noc...]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Dominique Moisi, welcher Politische Wissenschaft u.a. an der Harvard University lehrt, wollte mit seinem Buch „Kampf der Emotionen“ den Versuch starten, eine neue Weltkarte der Geopolitik zu zeichnen. Dass er mit seiner Theorie einen Paradigmenwechsel nach dem „Kampf der Kulturen“ Huntingtons herbeizuführen versucht, offenbart die deutsche Übersetzung seines englischen Originals, das sein Werk noch als „Geopolitics of Emotions“ betitelt. Dabei will er aber keine allumfassende Theorie der Weltpolitik aufstellen, als vielmehr „ein Korrektiv zu den vereinfachten Anschauungen liefern, die   allzu oft den Diskurs beherrschen“.<br />
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Konkret spricht er sich dabei gegen die Thesen Fukuyamas und Huntingtons aus. Sein Buch soll die emotionalen Dimensionen der Globalisierung vermessen. Gegen eine konstatierte Subjektivität bei der Wahrnehmung von Emotionen seitens der vorherrschenden positivistischen Schule im Bereich der Internationale Beziehungen spricht sich der Autor bewusst aus. Dagegen wendet er ein, dass auch alle anderen „objektiven Faktoren“ im Bereich Internationaler Politik äußert vage seien. Moisi meint aber, dass Emotionen Einstellungen von Menschen widerspiegeln, die sich auch auf das Verhalten von Nationen auswirke.<br />
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Kultur der Angst greift um</strong><br />
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Dabei sind es für Moisi drei grundlegende Emotionen, die er derzeit in der Weltpolitik verzeichnet. Seine Grundannahmen lassen sich wie folgt zusammenfassen: Nicht Ideologie, sondern die Identitätssuche steht im Mittelpunkt des Interesses von Menschen. Das beinhaltet nicht nur die Frage, wer mensch ist, sondern auch, wo mensch seinen bzw. ihren Platz in der Welt findet und wie sich die Zukunft gestalten soll. Die drei Emotionen, die die Politik von heute leiten, sind nach Moisi Angst, auch definiert als die „Abwesenheit von Selbstvertrauen“, Hoffnung und Demütigung. Hoffnung, definiert als „Vertrauen in die eigene Identität und Fähigkeit, mit der Welt in einen gelingenden Austausch zu treten“ sieht der Autor in „Asien“, womit im Wesentlichen China und Indien gemeint sind. Japan stehe dabei am Prüfstein. <br />
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Die Kultur der Demütigung, definiert als Gefühl der Ohnmacht, sei v.a. in der arabischen Welt vorzufinden. Ausnahmen sieht er hier in der Golfregion, in denen er eine kulturelle Erneuerung verortet. Die Kultur der Angst sieht der Autor in Europa, wo er die Wahrnehmung der Verwundbarkeit und des relativen Bedeutungsverlustes im Zentrum der Identitätskrise Europas beobachtet. Während er Angst als eine gewisse natürliche Veranlagung sieht, meint er, dass zu viel Angst, wie sie gegenwärtig in Europa verbreitet würde, Europa schaden würde.<br />
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Wie geht es weiter?</strong><br />
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Auch in den USA sieht er die Kultur der Angst um sich greifen, jedoch mit nuancierten Unterschieden zu Europa. Hier geht es um den Verlust der moralischen Überlegenheit, den Verlust der Zielstrebigkeit und den Verlust als Weltmacht. Als Medizin verschreibt Moisi dem Westen mehr Ausgewogenheit, eine größerer Zurückhaltung der Vereinigten Staaten und ein stärkeres Engagement Europas. Als Grenzfälle, in denen die drei Emotionen gleichsam stark vorhanden sind bzw. in einem komplizierten Verhältnis gemeinsam ringen, betrachtet der Autor Russland, den Iran und Israel, sowie die beiden Kontinente Afrika und Südamerika. Hier ist anzumerken, dass der Autor in all seinen Begrifflichkeiten stets den Versuch unternimmt, nicht zu verallgemeinern und die Lage dieser Regionen möglichst differenziert wahrzunehmen.<br />
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In einem letzten Kapitel will der Autor zwei Zukunftsszenarien der Welt, wie sie 2025 aussehen könnte, aufzeigen. Mit etwas Übertreibung, aber vor dem Hintergrund, diesen absoluten Ausprägungen Abhilfe zu verschaffen, gibt der Politikwissenschafter, dessen Buch auf einem Artikel im Foreign Affairs basiert und heute kontroversiell diskutiert wird, Möglichkeiten der Heilung mit.<br />
<em><br />
Dominique Moisi: Kampf der Emotionen. Wie Kulturen der Angst, Demütigung und Hoffnung die Weltpolitik bestimmen. DVA Verlag. 2009</em>]]></content:encoded>
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<title>Die zerstörten Synagogen Wiens</title>
<link>http://www.kismetonline.at/index.php?p=news&amp;area=1&amp;newsid=638&amp;name=die-zerstoerten-synagogen-wiens</link>
<description><![CDATA[Erst Ende des 16. Jahrhunderts wurde den Juden ein ständiger Aufenthalt in Wien gewährt. Wo heute die Leopoldskirche türmt, war die zweite Judenstadt angesiedelt, der aber keine lange Lebensdauer  beschieden war. 1670 wurde diese aufgelöst und die BewohnerInnen des Landes verwiesen. Im 17. Und 18. Jahrhundert konnten trotz des hohen Ansehens der sogenannten „Hofjuden“ (Samuel Oppenheimer, Samson W...]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Erst Ende des 16. Jahrhunderts wurde den Juden ein ständiger Aufenthalt in Wien gewährt. Wo heute die Leopoldskirche türmt, war die zweite Judenstadt angesiedelt, der aber keine lange Lebensdauer  beschieden war. 1670 wurde diese aufgelöst und die BewohnerInnen des Landes verwiesen. Im 17. Und 18. Jahrhundert konnten trotz des hohen Ansehens der sogenannten „Hofjuden“ (Samuel Oppenheimer, Samson Wertheimer, etc.) keine öffentlichen Synagogen errichtet werden. Dazu kam es erst 1824, als die erste gemeindeeigene Synagoge in der Seitenstettengasse erbaut wurde.  <br />
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Zerstört durch eine Politik des Hasses</strong><br />
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Die jüdische Gemeinde kannte damals an die 100 Andachtsstätten, von denen aber nur 22 von außen als Synagogen erkennbar waren, ähnlich der muslimischen Gemeinschaften heute. Mit der „Reichskristallnacht“ blieb nur mehr eine einzige von diesen übrig. Ein virtueller Stadtführer des Mandelbaum Verlags lässt diese wieder zum Leben erwachen - wenn auch nur auf dem Blatt Papier. Ein mit vielen Farbfotos angereichter Band lässt Kultur auferstehen, die durch die Politik des Hasses zerstört wurde. <br />
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Bob Martens/Herbert  Peter: Die zerstörten Synagogen Wiens. Virtuelle Stadtspaziergänge. Mandelbaum Verlag. 2009</em>]]></content:encoded>
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<title>Islam in Amerika</title>
<link>http://www.kismetonline.at/index.php?p=news&amp;area=1&amp;newsid=635&amp;name=islam-in-amerika</link>
<description><![CDATA[Der Autor verschiedenster Bücher und Herausgeber von Enzyklopädien zum Thema Islam in Amerika hat nun ein Grundlagewerk zur Geschichte des Islams in den USA herausgebracht. „A history of Islam in America“ erzählt die Geschichte des Islams in den USA, die lange vor der Sklaverei begonnen hatte. Anhand von Biographien einzelner Persönlichkeiten wird die Geschichte der MuslimInnen US-Amerikas nachgez...]]></description>
<content:encoded><![CDATA[Der Autor verschiedenster Bücher und Herausgeber von Enzyklopädien zum Thema Islam in Amerika hat nun ein Grundlagewerk zur Geschichte des Islams in den USA herausgebracht. „A history of Islam in America“ erzählt die Geschichte des Islams in den USA, die lange vor der Sklaverei begonnen hatte. Anhand von Biographien einzelner Persönlichkeiten wird die Geschichte der MuslimInnen US-Amerikas nachgezeichnet.<br />
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Das Buch teilt sich in acht Kapitel. Im ersten wird das historische Setting des Islams in der „neuen Welt“ nachgezeichnet. Die Zeit der Kolonisation und damit zusammenhängend der Sklaverei als zentrale Epoche, auf die immer noch oft Bezug genommen wird, wird ebenso behandelt. Die Zeit nach der Bürgerkriegsphase erhält ein eigenes Kapitel, da auch hier das muslimische Leben, das im Wesentlichen das Leben der afroamerikanischen Bevölkerung war, maßgeblich beeinflusst wurde. <br />
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Nach dem Zweiten Weltkrieg werden der Aufbau von Institutionen und der Beitrag von MuslimInnen in der Zivilgesellschaft behandelt. Schließlich steht für den Kampf der Bürgerrechtsbewegung nicht nur ein Martin Luther King Jr., sondern ebenso ein Malcolm X. Im letzten Kapitel werden dann die Jahre 1989 bis 2008 unter die Lupe genommen. Wie sich die amerikanischen MuslimInnen in der „New World Order“ verhielten, ist Inhalt des letzten Kapitels. <br />
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Das Buch fasst unzählige Detailstudien zusammen und liefert einen Überblick über den derzeitigen Forschungsstand zum Thema Islam in den USA. Ein nicht zu missender Beitrag für alle, die sich für die religiöse und ethnische Diversität der USA interessieren und sich für das turbulente Auf und Ab muslimischen Lebens interessieren. <br />
<em><br />
Kambiz Ghanea Bassiri: A history of Islam in America. Cambridge University Press. 2010          </em>]]></content:encoded>
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