Hip Hop ist und war immer schon politisch, egal auf welchem Kontinent. Auch der ewige Konflikt um das Heilige Land ist hier keine Ausnahme, wenn es um melodische Beats und schlagfertige Texte geht. Seit vielen Jahren wächst vor allem im Westjordanland eine inhaltsstarke Musikszene heran. Taysir Odeh aus Nablus, Tarek Elven aus Spanien und die in einem Flüchtlingslager lebende Alif Crew sind nur einige erfolgreiche Beispiele.

„Wir sind keine großen Freunde vom Steinewerfen, wir wollen Musik machen. Es geht darum aus einem Leben zu entfliehen, das wir hassen. Wir rappen über unsere Träume und ganz einfach Dinge, wie etwa einem Strandspaziergang, der er uns verwehrt bleibt“, beschreibt Rapper Muhammad Mughrabi. Politik spielt nicht unbedingt die erste Geige in ihren Texten. Es geht mehr um den Kampf gegen Stereotype und darum die Jugend zu emanzipieren. „Menschen lieben es zu chillen und einfach Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Es geht doch nicht jeden Tag um Krieg und Demonstrationen“, betont Tarek Eleven.

„Wir sind mehr als Hamas und Fatah. Hört auf uns so dumm zu fragen, ob es hier Internet gibt. Wir sind die gleichen Menschen wie ihr!“, bringt es Muhammad auf den Punkt.

(Quelle: MEE)