G. Willow Wilson. An diesen Namen kommen eifrige LeserInnen von Superheldinnencomics heute kaum noch vorbei. Ob DC (Vixen: Return of the Lion), Vertigo (Air) oder Marvel (Ms. Marvel, A-Force, Mystic: The tenth apprentice), Wilsons Comicbücher sind überall zu finden. Doch was die wenigsten, Geeks inklusive, wissen: Wilson ist erstens eine Frau und zweitens trägt die konvertierte Muslima ein Kopftuch.

Geboren und aufgewachsen in der US-amerikanischen Stadt New Jersey, begann Wilson ihre schriftstellerische Laufbahn im Alter von 17 Jahren als freiberufliche Musik- und DJ-Kritikerin für das Magazin DigBoston. Ungefähr zur gleichen Zeit konvertierte sie zum Islam. Nachdem sie ihre Ausbildung an der Bostoner Universität abgeschlossen hatte, zog sie für einige Jahre nach Kairo, wo sie zum Thema Ägypten und moderner Islam schrieb. Kurz danach kehrte sie zurück in die USA, um sich dort als als Schriftstellerin und Comicbuchautorin zu etablieren.

Das was Wilsons Geschichte so spannend macht, sind nicht nur die untypischen Themen und Protagonistinnen, die sie in ihren Werken behandelt, sondern auch die unkonventionelle Perspektive, mit der sie diese Geschichten erzählt. Es sind letztlich ihr Feminismus, ihr Drang islamisch sowie unorthodoxe Ideen auf Papier zu bringen und ihre Art Menschen über Religion und Politik herauszufordern, mit denen sie der öffentlichen Meinung über muslimische Frauen widerspricht. Und das ist gut so.

Salma Taha Ali Mohamed