Mit einem Festakt hat die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) ihre Gründung vor 40 Jahren gefeiert. Bundespräsident Alexander van der Bellen appellierte daran, den Islam endlich als etwas „nicht Fremdes“ anzusehen. IGGÖ-Präsident Ümit Vural betonte das „Zerrbild, das über die letzten Jahre und Jahrzehnte entstanden ist“ ersetzen zu wollen. Anti-muslimischer Rassismus sei ein „ein Delikt. In all seinen Formen. Ein Vergehen, das vor nichts und niemandem halt zu machen scheint.“

Bereits zuvor hatte Vural in einem Interview mit der „Presse am Sonntag“ den Wunsch geäußert, dass jedes Bundesland in Österreich eine repräsentative Moschee beheimatet. „Man kann das modern und für die Öffentlichkeit vereinbar gestalten“, sagte er in Bezug auf mögliche Minarettdiskussionen.

Weiters bestätigte Vural die Vorbereitungen für die Klage gegen das Kopftuchverbot an Volksschulen, das Anfang Dezember an den Verfassungsgerichtshof gebracht werden soll.