Farid Hafez, Mitherausgeber des Europäischen Islamophobie-Berichts, sieht sich seit Wochen massiven Angriffen ausgesetzt.

Bereits zum vierten Mal ist der Europäische Islamophobie-Bericht erschienen. Insgesamt 39 Autorinnen und Autoren haben an dem Bericht der beiden Politikwissenschaftler Farid Hafez (Universiät Salzburg und Georgetown University, The Bridge) und Enes Bayraklı (Deutsch-Türkische Universität und SETA) gearbeitet. Darin werden Fälle und Entwicklungen von antimuslimischen Rassismen unter die Lupe genommen.

Die aktuelle Version sorgt seit Wochen für mediale Aufregung. In einem offenen Brief nahmen 13 Kritikerinnen und Kritiker zum Bericht Stellung und hinterfragten die Finanzierung der EU-Kommission, die angebliche Unwissenschaftlichkeit sowie die Beziehung zu einer türkischen regierungsnahen Stiftung.

Hafez zeigte sich in einer ersten Reaktion nicht überrascht und bezeichnet den Angriff als „Retourkutsche“. Schließlich sind alle Unterzeichner des Briefes im Bericht genannt. Zudem versuche man, das Thema künstlich warm zu halten, da die Kommission ohnehin schon Stellung bezogen hat.

Eine Anfrage von Geert Wilders (Partei für die Freiheit) in den Niederlanden sowie eine von Lukas Mandl (ÖVP) in Brüssel haben gezeigt, dass die Gelder richtig vergeben wurden.

In einer ausführlichen Replik legt Hafez seine Sicht der Dinge dar, die sie hier ungekürzt lesen.