Am 21. Jänner lud der Abgeordnete zum Europäischen Parlament, Magid Magid (Europäische Grüne), zur Präsentation des Europäischen Islamophobieberichts nach Brüssel ein. Magid ist ARDI-Vizevorsitzender (Anti-Racism and Diversity Intergroup), einer überparteilichen Gruppe im Europäischen Parlament.

Magid begrüßte die Gäste im Parlament mit den Worten: „As-salamu alaikum. Das bedeutet Friede. Aber heute gilt selbst ein Gruß für einen bekennenden Muslim als eine Provokation. Es ist daher notwendig, den Hass zu benennen und öffentlich zu machen, um für eine bessere Zukunft zu arbeiten.”

Gekommen waren die beiden Herausgeber und Politikwissenschaftler, Farid Hafez von der Georgetown University und Enes Bayrakli von der Deutsch-Türkischen Universität, die einen Überblick über die europäischen Trends gaben. Hafez wies darauf hin, dass insbesondere Frauen Opfer von anti-muslimischer Hasskriminalität sind. Ebenso thematisierte er die Gefahr, die von bewaffneten rechten Gruppen im Untergrund ausgehen, die eine anti-muslimische Ideologie vertreten.

Darüber hinaus präsentierten Carmen Aguilera (Universität Granada), Amina Easat-Daas (University of Leicester), Aristotle Kallis (Keele University) und Alfredo Alietti (University of Ferrara) ihre jeweiligen Länderberichte zu Spanien, Belgien, England und Italien. Easat-Daas problematisierte das Unsichtbarmachen von MuslimInnen und diskutierte den schulischen Raum als Ort, aus denen muslimische Identität ausgeschlossen wird. Aguilera wies darauf hin, dass in Spanien MuslimInnen grundsätzliche Rechte wie eigene Friedhöfe verwehrt bleiben. Kallis machte darauf aufmerksam, dass die Fälle von Hasskriminalität sich mehrheitlich gegen MuslimInnen richten. Alietti wies darauf hin, dass rechte Zeitungen in Italien offen schwadronieren, dass der Islam der Feind des Christentums sei. Zudem würde das Problems des anti-muslimischen Rassismus banalisiert werden. 

Insgesamt waren Abgeordnete von vier Parteienfraktionen des Europäischen Parlaments anwesend.