Eine Woche vor Beginn des islamischen Opferfests erlässt die österreichische Regierung ein teilweises Schächtverbot. Mit einem Erlass des FPÖ-geführten Sozialministeriums sollen „illegale Hinterhofschlachtungen“ unterbunden werden. Damit soll die Schlachtung von mehr als 25.000 Tieren, die laut FPÖ eine „tierquälerische und hygienisch gefährliche Tötung“ darstellt, verhindert werden.

Das Ministerium weist explizit darauf hin, dass Schächtungen an geeigneten Orten – wie koscheren Betrieben – ausgenommen seien. In einer ersten Stellungnahme der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), kritisiert Präsident Ibrahim Olgun den Erlass scharf. Es handle sich um ein „Lex Islam“, Vize-Kanzler Strache beziehe sich in einem Facbeook-Post insbesondere auf die höchste Feierlichkeit der MuslimInnen.

Olgun bezeichnet die Zahl von 25.000 Tieren als „unrealistisch“ und betont, dass die Glaubensgemeinschaft nicht zu Gesprächen eingeladen war. Der IGGÖ-Präsident unterstreicht indes, dass die aktuelle Gesetzlage ausreicht und alle rechtlichen Vorgaben von den Schlachtbetrieben eingehalten werden müssen.